Biografie - mehr über mich

Nun, das war nichts, was ich mir speziell vorgenommen hatte. Das Spinnen von Geschichten, Spielen, Vorlesen und Erzählen erwuchs vielmehr aus meinen Vorlieben. Vorlieben, die ich schon als Kind hatte …

Meine Heimat war ein riesiger Abenteuerspielplatz

Exakt im Augenblick meiner Geburt blieb die Armbanduhr meiner Oma stehen. (Was es zu bedeuten hat? Ich weiß es nicht. Noch nicht …) Das war am 15. Juli 1970.

Schon früh schrieb ich meinen Namen in die Bücher meiner Eltern. Egal ob »Grimms Märchen«, »Die Abenteuer des Huckleberry Finn« oder »16 Uhr 50 ab Paddington« – kein Werk war vor mir sicher.

Meine Heimat, der hessische Odenwald, war für mich ein riesiger Abenteuerspielplatz. Zwischen keltischen Grabhügeln, römischen Grenzwällen und mittelalterlichen Burgen ließ sich prima spielen und Geschichten erfinden!

Ich war ein Mädchen mit einem Faible für alles Spannende, Mystische, Geheimnisvolle. Kriminalistik und die Wege, die zur Aufklärung eines Verbrechens führen können, faszinierten mich bereits als Kind. Und da eine derartige Begeisterung zum Lesen von allem verleitet, was irgendwie mit Detektiven und deren Umfeld zu tun hat, sammelte sich im Laufe der Zeit in meinem Kopf eine ganze Menge Spezialwissen.

Als ich die ersten Hörspiele von den »drei ???« hörte, war klar: Ich will Detektivin werden! Kurzerhand gründete ich einen Detektivclub, bastelte Ausweise und Urkunden. Mitglieder für meine Bande fanden sich in der Nachbarschaft. Klar, dass ich die Chefin war! Schließlich wusste niemand so viel über die Arbeit von echten Ermittlern wie ich. Ich probierte alles aus: Ich übernachtete in selbst gebastelten Notunterkünften im heimischen Garten, verfolgte mutmaßliche Bankräuber in der Stadt oder untersuchte eigenartige Spuren im Wald.

Mit zehn Jahren verfasste ich meine ersten »kriminellen« Texte auf der Schreibmaschine meiner Oma, schnippelte Bilder aus Zeitschriften aus, zeichnete kleine Comics und stellte so in liebevoller Handarbeit eine Reihe von Detektiv-Magazinen her. Die Ausgaben fanden über die Landesgrenzen hinaus beträchtlichen Anklang, Leser fand ich über Kleinanzeigen in verschiedenen Kinderzeitschriften.

Beruf und Berufung

Ich gründete 1996 UNDERGROUND – Der Junior-Detektiv-Klub. Für mein Projekt wurde ich 2002 mit dem Deutschen Kinderkulturpreis des Deutschen Kinderhilfswerks für »herausragende Leistungen von Kindern, für Kinder und mit Kindern« ausgezeichnet.

Berufliche Etappen gab es einige, bevor ich mir als Autorin einen Namen machte: Ich absolvierte eine Lehre zur Elfenbeinschnitzerin, fertigte an einem Institut für Paläontologie und Präparationstechnik naturkundliches Anschauungsmaterial aus der Vorzeit (z. B. Dinosaurier) als Originale (Präparate) und naturgetreue Modelle, studierte Kommunikations-Design, arbeitete als DJane und landete schließlich für ein halbes Jahr in einer Frankfurter Detektei.

Inzwischen habe ich meine Berufung gefunden und rund 70 Titel – Bücher, Spiele, Hörspiele und ein Computerspiel – in den verschiedensten Sparten veröffentlicht. Meine Werke wurden in zwanzig Sprachen übersetzt: Chinesisch (Hochchinesisch & Taiwanisch), Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugisisch, Russisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch (Castellano), Tschechisch und Ungarisch.
Der Schreibtisch, an dem all die schönen Zeugnisse meines Schaffens entstehen, steht in Frankfurt am Main.

Mit meinen Krimis will ich junge Leser mit auf eine faszinierende Reise in die Welt des Verbrechens nehmen und zeigen, dass – und vor allem warum – das Gute doch von Zeit zu Zeit siegt.

Heute schreibe ich wieder mein Autogramm in Bücher. Allerdings lieber in die eigenen als in fremde. Manche Dinge ändern sich eben nicht – auch wenn man groß ist ...

Kurzvita

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